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Wie tragen wir zu einer besseren Welt bei?

Aktuelle nachrichten, ESG/SRI

BNP Paribas Asset Management
 

Die Vermögensverwaltungsbranche durchläuft derzeit eine Phase tiefgreifender Veränderungen. Dies ist ein vielschichtiger Prozess, der so unterschiedliche Faktoren wie technologische Innovation und Disruption, unkonventionelle Geldpolitik und eine sich ständig verändernde Regulierungslandschaft umfasst.

Dass sich die Interpretation der treuhänderischen Verantwortung der Vermögensverwalter von reiner Renditemaximierung (nur eingeschränkt durch Risikomanagement und Anlagerichtlinien) wegbewegen wird und heute auch nicht-finanzielle Erwägungen einbezieht, ist eine der Entwicklungen, die nur die Wenigsten vorausgesehen haben.

BNPP AM war eines der ersten Unternehmen der Vermögensverwaltungsbranche, das den Aspekt der Nachhaltigkeit berücksichtigt hat. Wir waren auch einer der ersten Asset Manager, der Fonds für sozialverträgliche Investitionen (SRI) aufgelegt und die Prinzipien für verantwortliches Investieren (UNPRI) unterzeichnet hat. Und schließlich trafen wir als einer der ersten Vermögensverwalter die wegweisende Entscheidung, unsere gesamte Fondspalette auf Nachhaltigkeit umzustellen.

Dadurch erfüllen wir unsere Mission, „das Leben von Menschen zu verbessern, indem wir den Wert ihrer Anlagen langfristig steigern und gleichzeitig zu einer nachhaltigeren Welt für zukünftige Generationen beitragen“. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, Umwelt-, Sozial- und Governance-Grundsätze (ESG) in alle unsere Anlageprozesse zu integrieren und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt unseres Handelns zu stellen.

Wie wir Engagement definieren

Genau wie andere Bereiche unserer Branche hat Nachhaltigkeit eine spezifische Taxonomie und eine eigene Lexikographie von (mitunter verwirrend anmutenden) Akronymen: PRI (Principles for Responsible Investment), GRESB (Global Real Estate Sustainability Benchmark), ATNI (Access to Nutrition Index), IIGCC (Institutional Investors Group for Climate Change), TCFD (Task Force on Climate-Related Financial Disclosures) und viele mehr.

Die wesentlichen Konzepte sind allerdings trotz der Vielzahl unterschiedlicher Begriffe nicht kompliziert. Engagement ist ein zentraler Aspekt in unseren Bemühungen, die Welt zu verbessern. Er bezieht sich auf den Dialog, den wir mit Unternehmen und anderen Institutionen über Nachhaltigkeitsthemen führen, mit dem Ziel, Bewusstsein, Einstellungen und Verhalten zu verändern. Engagement kann individuell sein (durchgeführt von unseren Analysten, Mitarbeitern unseres Sustainability Centre oder einer Kombination von beiden) oder auf kollektiver Ebene erfolgen, d.h. in Zusammenarbeit mit anderen Investoren und Organisationen.

Kollektives Engagement kann besonders wirkungsvoll dabei sein, das Verhalten von Unternehmen zu beeinflussen. Es gibt unter Anlegern viele Gemeinsamkeiten im Bereich Nachhaltigkeit, sowohl bei Grundprinzipien als auch hinsichtlich bewährter Verfahren. Die Bündelung der Kräfte hilft, Zeit zu sparen und den Druck zu erhöhen. In einigen Fällen haben wir erfolgreich sowohl individuelle als auch kollektive Ansätze kombiniert.

Der Dialog hat sich verändert

Unserem Sustainability Centre ist aufgefallen, dass sich im Laufe der Jahre die Ansprechpartner für den Dialog über Nachhaltigkeit geändert haben. Vor einigen Jahren trafen sich unsere Teams in der Regel mit den Heads of Corporate Social Responsibility (CSR), einer Funktion, die normalerweise zur Kommunikationsabteilung des Unternehmens gehört. Dass Nachhaltigkeit inzwischen breit etabliert ist, spiegelt sich zunehmend auch in seiner Verortung in den Unternehmensstrukturen wider.

Viele unserer Meetings finden heute mit einem Mitglied der Geschäftsleitung des jeweiligen Unternehmens statt, manchmal auch mit dem Chief Executive Officer (CEO) persönlich. Bei den Asset Managern lässt sich das gleiche Phänomen beobachten: der Dialog zum Thema Nachhaltigkeit wird immer öfter von Chief Investment Officers (CIOs) und CEOs vorangetrieben. Sowohl bei Unternehmen als auch bei Asset Managern und Asset Ownern hat sich der Fokus von Kommunikation und Transparenz auf die Integration von Nachhaltigkeit in die gesamte Unternehmensstrategie verschoben.

Unternehmen, die Teil des Problems sind, können per Definition auch Teil der Lösung sein. Unternehmen in Branchen mit tiefgreifenden Problemen im Bereich der Nachhaltigkeit sind oft besonders empfänglich für Engagement und Dialog. Einige unserer erfolgreichsten Initiativen sind das Ergebnis einer Kombination aus individuellem und kollektivem Dialog mit Unternehmen in der Energiebranche.

Anfang des Jahres haben wir unseren 500-seitigen PRI-Bericht veröffentlicht, der unseren Nachhaltigkeitsansatz beschreibt. Was wir 2017 erreicht haben, ist beeindruckend: Wir haben 2.424 Unternehmen analysiert, mit 210 davon Befragungen oder Treffen zu ESG-Themen durchgeführt, mit insgesamt 480 von ihnen interagiert und uns an 46 verschiedenen Initiativen beteiligt. So beeindruckend diese Zahlen auch sein mögen, verbergen sie doch manchmal mehr, als sie verraten. Solche Statistiken sagen wenig aus über harte Arbeit und Engagement oder welche Veränderungen wir bewirken. Die folgenden Beispiele veranschaulichen, welche konkreten Ergebnisse unsere Bemühungen hatten.

Eine dieser Initiativen, die sowohl individuelles als auch kollektives Engagement kombinierte, führte dazu, dass wir auf der Hauptversammlung von Exxon Mobil einen Antrag einbrachten, der mehr Transparenz bei fünf mit dem Klimawandel in Zusammenhang stehenden Themen forderte. Der Antrag wurde angenommen, was zu höherer Transparenz führen und die Bemühungen von Exxon Mobil bei der Bewältigung der Herausforderungen des Klimawandels positiv beeinflussen wird.

Weitere Beispiele für ein erfolgreiches Engagement sind unsere privaten Dialoge mit den Lebensmittelunternehmen Danone und Group Bimbo, die diese mit dazu bewogen haben, die Inhaltsstoffe ihrer Lebensmittelprodukte zu verbessern. Diese individuellen Beispiele verdeutlichen, wie wir bei BNPP AM „zu einer besseren Welt für zukünftige Generationen beitragen“. Für dieses Ziel müssen wir alle als ein Unternehmen zusammenarbeiten, und es bleibt auch in Zukunft noch viel dafür zu tun und darüber zu schreiben.

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