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Wenn sich notierte Immobilienfirmen für Umweltverträglichkeit interessieren

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Zahlreiche Akteure aus allen Bereichen der Wirtschaft bemühen sich heutzutage, Lösungen zur Bekämpfung der Klimaerwärmung zu finden. Bei Gebäuden sind die diesbezüglichen Überlegungen in vollem Gange.

Die Herausforderungen sind hierbei beachtlich, denn dieser Sektor ist allein für annähernd 30 % der gesamten CO2-Emissionen verantwortlich. Auch andere Zahlen sprechen für sich: Nach Schätzungen der UNO werden in den nächsten 40 Jahren Woche für Woche Gebäude errichtet, deren Fläche der Stadt Paris entspricht. Im Bauwesen werden jetzt schon 3 Mrd. Tonnen Rohstoffe pro Jahr gebraucht.
Die Bauwirtschaft ist der weltweit größte Verbraucher von Stahl und Kupfer und der Hauptverwender von Beton, der nach Wasser weltweit am zweithäufigsten verbrauchte Stoff. Auf die Zementproduktion entfallen allein 8 % der globalen CO2-Emissionen.

Dieser Bereich des Immobiliensektors muss also seine Arbeitsweise änderndaran führt kein Weg vorbei. Wenn der Wille dazu vorhanden ist, geht es jetzt darum, diesen grundlegenden Wandel in die Tat umzusetzen und vor allem die Fortschritte zu überwachen. Doch gerade bei diesem letztgenannten Punkt bleibt noch viel zu tun. Bei Einkaufszentren ist es beispielsweise schwierig, die Emissionen jedes einzelnen Mieters genau in Erfahrung zu bringen. Datenmeldungen sind nicht vollständig geregelt. Deswegen sind die Statistiken unvollständig. Doch immerhin setzt sich der Sektor seit Längerem dafür ein, bei der Errichtung und Sanierung von Gebäuden für mehr
Umweltfreundlichkeit zu sorgen. Einige Unternehmen haben das Thema Klima und Umwelt im Vorgriff auf strengere Anforderungen von Seiten der Anleger angepackt. Damit wurde die Schaffung von Indizes vorangetrieben, die in diesem Bereich führende Immobiliengesellschaften bündeln. Auf diese Weise lassen sich diese Unternehmen besser ermitteln und ihre Anstrengungen honorieren.
Genau das hat der Indexanbieter FTSE Russell mit der Einführung der FTSE-EPRA-Nareit-Indizes zuwege gebracht. Diese Initiative hat BNP Paribas Asset Management bewogen, einen ETF auf Basis dieses innovativen Ansatzes aufzulegen.

Die Idee ist hierbei, Anlegern, die sich für börsennotierte Immobilienunternehmen interessieren, die Möglichkeit zur Integration von Klimarisiken in ihre Anlagestrategien zu bieten. Um die Nachhaltigkeit der ausgewählten Titel zu bewerten, stützt sich die Methodik
bei diesen Indizes auf die Kartografie der Geolokalisierungsdaten, die von Geophy, einem auf diese Art von Analysen spezialisierten Unternehmen, für jede einzelne Immobilie dieser Titel erstellt werden. Geophy kartografiert mehr als 15 Millionen Gebäude in aller
Welt. Diese Daten werden danach mit den Umweltzertifizierungsdaten der Emittenten abgeglichen und bilden die Basis für eine detaillierte Modellierung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen jeder Immobiliengesellschaft.

Der von BNP Paribas Asset Management aufgelegte neue ETF für börsennotierte Immobilienunternehmen ist der erste auf dem Markt, bei dem das Thema Umwelt im Mittelpunkt steht. Wichtig hierbei war, ein auf handfesten Daten beruhendes Konzept in einem
Universum anbieten zu können, in dem Impact Investing noch in den Kinderschuhen steckt. Hierzu gehören der Schutz vor dem Inflationsrisiko und eine geringe Korrelation mit traditionellen Vermögenswerten (Aktien aus anderen Sektoren, Anleihen und Rohstoffe), aber auch die Dividendenrendite der Unternehmen bzw. Reits, die aktuell bei 3,59 % p.a. liegt. Im Gegensatz zu Direktinvestments
in Gebäudeobjekte bieten Immobilienaktien-ETFs eine fortlaufende Liquidität während der Börsenöffnungszeiten und dadurch Preistransparenz.

Der FTSE EPRA Nareit Developed Europe ex UK Green Index setzt sich aus 62 Einzelwerten, hauptsächlich aus Deutschland (31 % des Portfolios), Schweden (21 %) und Frankreich (14 %), zusammen. Die Typologien der Vermögenswerte weisen in den einzelnen Ländern deutliche Unterschiede auf: In Deutschland haben Wohnimmobilien Vorrang, während in den anderen Ländern Industrie-, Büro- oder Gewerbeimmobilien gleichmäßiger vertreten sind. Die vier größten Portfoliopositionen stammen aus Frankreich bzw. Deutschland: Deutsche Wohnen (7,4 %), Unibail/Westfield (9,5 %), Gecina (4,1 %) und Covivio (4,1 %).

Die Umweltzertifizierung ist ein Filter, der als Leistungsverstärker bei diesen Unternehmen fungiert. Nicht nur, weil sie damit ihre CO2-Emissionen und ihren Energieverbrauch wirksam reduzieren können, sondern auch, weil ihnen dies im Vergleich zu Unternehmen ohne
Zertifizierung eine bessere finanzielle Performance bescheren kann. Eine bessere Umweltleistung kann den Wert der Objekte erhöhen, weil hierdurch regulatorische Risiken infolge der Klimaherausforderungen verringert, die Belegungsquoten und die Mietrenditen erhöht sowie die Betriebskosten gesenkt werden.

In Zukunft lassen sich Finanzanlagen im Immobiliensektor und Umweltverträglichkeit somit miteinander in Einklang bringen.

Zuletzt erschienen:
– Anleger sollten das Beste von Quality und Value kombinieren (105), H&A Global Investment Management

Fondsanlagen sind den Schwankungen des Marktes ausgesetzt und unterliegen den mit Wertpapieranlagen behafteten Risiken. Der Wert der Anlagen und die daraus resultierenden Erträge können sowohl steigen als auch fallen, und Anleger erhalten möglicherweise nicht den investierten Gesamtbetrag zurück. Die beschriebenen Fonds unterliegen einem Kapitalverlustrisiko. Eine Definition und eine detailliertere Beschreibung der Risiken finden Sie im Prospekt und in den wesentlichen Anlegerinformationen des Fonds. Vor einer Zeichnung sollten Sie die aktuellen Versionen beider Dokumente lesen, die Sie kostenlos auf unserer Website www.easy.bnpparibas.de herunterladen können. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist keine Garantie für die künftige Wertentwicklung. Die enthaltenen Informationen stellen keine auf Ihre individuellen Bedürfnissen ausgerichteten Empfehlungen zum Kaufen, Halten oder Verkaufen eines Finanzprodukts dar.