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Die Blue Economy: Ein unbeachtetes Anlagethema

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Claus Hecher
 

Unser Planet stellt mittlerweile regelmäßig neue Temperaturrekorde auf, weshalb es umso wichtiger wird, uns um die Meere und ihre Ressourcen zu kümmern. Denn sie nehmen mehr als 90 % der überschüssigen Wärme auf, die durch die Tätigkeiten der Menschheit entsteht1!

Unser Planet stellt mittlerweile regelmäßig neue Temperaturrekorde auf, weshalb es umso wichtiger wird, uns um die Meere und ihre Ressourcen zu kümmern. Denn sie nehmen mehr als 90 % der überschüssigen Wärme auf, die durch die Tätigkeiten der Menschheit entsteht1!

Die Meere bedecken 71 % der Oberfläche unseres Planeten. Sie produzieren 50 % des Sauerstoffs, den wir einatmen, und nehmen 25 % der weltweit ausgestoßenen CO2-Emissionen auf². Vor diesem Hintergrund spielt jedes Meereslebewesen eine wertvolle Rolle in diesem empfindlichen Ökosystem. Die Wale tragen beispielsweise mit ihren Ausscheidungen zur Ernährung des Phytoplankton bei, das wiederum Sauerstoff produziert und alleine rund 37 Milliarden Tonnen CO2 pro Jahr aufnimmt, was der Fläche von vier Amazonaswäldern entspricht2.

Dies ist jedoch noch nicht alles: Die Meere stellen sich nicht mit ihrer Rolle als unglaubliche Kohlenstoffpumpe zufrieden, sondern ernähren auch die Menschheit und leisten einen umfassenden Beitrag zur weltweiten Wirtschaft. Laut den Prognosen der OECD leisten die Meere momentan jährlich einen Beitrag zum weltweiten BIP in Höhe von rund 1.500 Milliarden Dollar, wobei dieser Betrag bis 2030 auf 3.000 Milliarden ansteigen dürfte3. Innerhalb dieses Zeitraums wird die Weltbevölkerung jedes Jahr zusätzliche 30 Millionen Tonnen Fisch benötigen. Gleichzeitig dürfte die Energieproduktion aus Offshore-Windenergie innerhalb von 20 Jahren um den Faktor 15 steigen4.

Nachdem die Asset-Management-Tochter von BNP Paribas im vergangenen Jahr einen ETF5 zum Thema der Kreislaufwirtschaft aufgelegt hat, mit dem die Verschwendung von Ressourcen und die Erzeugung von Abfällen eingeschränkt werden soll, interessiert sie sich nun für die Blue Economy und hat einen ETF aufgelegt, der einen Index zu diesem Thema nachbildet.

Für dieses Thema, das dem 14. Ziel für nachhaltige Entwicklung der UNO („Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne nachhaltiger Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen“) entspricht, hat ECPI, der von BNPP AM ausgewählte Indexanbieter aus Italien, die Definition der Weltbank übernommen, laut der die Blue Economy „die nachhaltige Nutzung der Meeresressourcen zugunsten des Wirtschaftswachstums, die Verbesserung der Einkommen und der Arbeit sowie die Gesundheit der Unterwasser-Ökosysteme“ darstellt. Die Idee dahinter lautet, Schutz und Investitionen eng miteinander zu verbinden, um den Ozean zu erhalten und gleichzeitig der Menschheit bessere Lebensverhältnisse und Ernährungsmöglichkeiten zu bieten. Dieser Index umfasst verschiedene Branchen mit Bezug zur Blue Economy, wie beispielsweise erneuerbare Meeresenergien, Biotechnologien oder Tourismus.

Aus diesem Grund findet man in diesem Index – dem ECPI Global ESG6 Blue Economy Index – Unternehmen, die in den Bereichen Ökotourismus, Offshore-Windenergie und Meeres-Biotechnologie, jedoch auch Fischerei und Aquakultur oder Meerestransport tätig sind. Es ist anzumerken, dass dieser Index auf der Grundlage eines selektiven ESG-Ansatzes aufgebaut ist, bei dem Unternehmen mit schlechten ESG-Ratings sowie aus den Branchen Rüstung, Tabak, Kohle und nicht-konventionelle Erdöl- und Gasförderung ausgeschlossen werden.

Dieser gleichgewichtete Index besteht aus 50 Unternehmen und zieht Unternehmen vor, die gegen Verschmutzung kämpfen (26 % des Portfolios). Auf die Fischerei entfallen 18 % des Portfolios, auf die Küstenaktivitäten 8 %. Nach Regionen entfällt der größte Anteil auf die USA mit 18 % des Portfolios, dicht gefolgt vom Vereinigten Königreich (10 %), Japan (10 %), Frankreich (8 %) und verschiedenen skandinavischen Ländern, die in der Vergangenheit bei den Meeres- und Hafentätigkeiten bereits sehr aktiv waren.

Durch die Nachbildung dieses neuen Index bestätigt BNP Paribas Asset Management seinen Willen, im Thema der Blue Economy als Vorreiter zu fungieren.

 

1. Intergovernmental Panel on Climate Change, National Institute of Building Science, WWF
2. GEO, 25. September 2019
3. OECD, The Ocean Economy in 2030
4. Internationale Energieagentur, Offshore Wind Outlook 2019
5. ETF: Exchange Traded Fund oder börsengehandelter Indexfonds
6. ESG: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung

 

Quelle : BNP Paribas Asset Management

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