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Die Blue Economy: Eine lohnenswerte Anlagethematik

Die Blue Economy gilt laut einer Studie von Responsible Investor als eines der nächsten vielversprechenden Themen der verantwortungsbewussten Anlagen.

Was ist die Blue Economy?

Laut der Definition der Weltbank besteht die Blue Economy in „der nachhaltigen Nutzung der Meeresressourcen für das Wirtschaftswachstum, die Verbesserung des Lebensunterhalts und der Arbeit, wobei gleichzeitig die Gesundheit des Unterwasser-Ökosystems gewahrt wird“[1]. Dieses Thema entspricht insbesondere dem 14. Ziel für nachhaltige Entwicklung der UNO („Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne nachhaltiger Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen“). Die NRO Conservation International schätzt den jährlich vom Ozean produzierten wirtschaftlichen Wert auf 1.500 Milliarden Dollar. Dies kommt zahlreichen Tätigkeitsfeldern zugute, wie beispielsweise dem Meerestransport, dem Küstentourismus, den erneuerbaren Meeresenergien, den Meeres-Biotechnologien oder der Aquakultur, so die Experten von Mercator Océan International[2].

Warum ist die Blue Economy von Interesse?

Es entstehen neue Anlagelösungen für dieses Thema. Zum Beispiel hat BNP Paribas Asset Management im Rahmen seiner Reihe BNP Paribas Easy den ersten börsengehandelten Indexfonds (ETF) zum Thema Blue Economy aufgelegt. Angesichts der durch die Corona-Krise geschwächten Wirtschaft geht der MEDTRENDS-Bericht des WWF[3] davon aus, dass die von der Blue Economy ausgehenden Chancen in den kommenden 15 Jahren noch weiter ansteigen dürften.

Umweltfreundliche Unternehmen bevorzugen

Die Blue Economy umfasst zahlreiche unterschiedliche Branchen und Unternehmen und kann sich für verantwortungsbewusste Anlagen als günstig erweisen. Man kann oder sollte sich also für Unternehmen interessieren, die bewährte ESG-Verfahren (auf der Grundlage von ökologischen, sozialen und die Unternehmensführung betreffenden Kriterien) anwenden und deren Engagement längerfristig die finanzielle Nachhaltigkeit sichern dürfte. Der französische Konzern Engie, der im Bereich Meeresenergien und -ressourcen tätig ist, hat ein Pilotprojekt eines schwimmenden Windparks vor der Küste von Leucate – Le Barcarès gemeinsam mit EDP Renewables und der Caisse des Dépôts ins Leben zu rufen, um knapp 50.000 Personen jährlich mit umweltfreundlicher Energie zu versorgen und somit bis 2022 zur Energiewende der französischen Region Occitanie beizutragen.

In die Blue Economy investieren

Um der steigenden Nachfrage der Anleger, die in die Blue Economy investieren möchten, gerecht zu werden, hat der Indexanbieter ECPI, der sich seit mehr als 20 Jahren für ESG-Kriterien einsetzt, den Index ECPI Global ESG Blue Economy Equity aufgelegt. Die Aktien in diesem Index werden unter Berücksichtigung von ESG-Kriterien aber auch ihrer Liquidität ausgewählt, da eine Börsenkapitalisierung von mindestens 500 Millionen Euro verlangt wird. Letztendlich wurde der Index so aufgebaut, dass er 50 internationale Unternehmen mit gleicher Gewichtung auswählt. Zu ihnen zählen Unternehmen wie Siemens Gamesa Renewable Energy, Veolia Environnement, Vestas Wind Systems, Kühne und Nagel oder Symrise.

Anleger, die mittels einem Indexfonds in dieses Thema investieren möchten, können den Index ECPI Global ESG Blue Economy Equity in Erwägung ziehen, der 50 Unternehmen der Blue Economy auf der Grundlage von ESG-Ratings ausgewählt hat. Dieser international diversifizierte Aktienindex bietet ein Engagement in verschiedenen Branchen mit Bezug zu Meeresenergien und -ressourcen (Offshore-Windenergie, Meeres-Biotechnologie, Gezeitenenergie), jedoch auch mit Bezug zu Küstenaktivitäten (Schutz des Küstengebiets, Ökotourismus usw.), der Fischerei oder der Aquakultur, der Verringerung der Verschmutzung (Recycling/Abfallmanagement, Umweltdienstleistungen) und schließlich dem Meerestransport (Verfrachtung von Containern, Ausrüstung von Schiffen).

Quelle: ECPI

Die obigen Wertpapiere sind nur zur Information angegeben und nicht als Anlageempfehlung zu verstehen. Die Anlagen in den Fonds unterliegen Marktschwankungen und den Risiken, die mit Anlagen in Wertpapieren verbunden sind. Der Wert von Investitionen und die damit erzielten Erträge können sowohl steigen als auch fallen, und es kann vorkommen, dass Investoren ihre Investitionen nicht vollständig zurückerhalten.

[1] https://www.worldbank.org/en/news/infographic/2017/06/06/blue-economy
[2] Mercator Océan International: Vorreiterunternehmen für operative ozeanografische Tätigkeiten, das sich seit knapp 25 Jahren einer Aufgabe von allgemeinem Interesse für nachhaltige Ozeane widmet
[3] Quelle: WWF, 2015

Alle hier geäußerten Ansichten sind die des Autors zum Zeitpunkt der Veröffentlichung und basieren auf den verfügbaren Informationen, womit sie ohne vorherige Ankündigung geändert werden können. Die einzelnen Portfoliomanagementteams können unterschiedliche Ansichten vertreten und für verschiedene Kunden unterschiedliche Anlageentscheidungen treffen. Der Wert von Anlagen und ihrer Erträge können sowohl steigen als auch fallen und Anleger erhalten ihr Kapital möglicherweise nicht vollständig zurück. Investitionen in Schwellenländern oder spezialisierten oder beschränkten Sektoren können aufgrund eines hohen Konzentrationsgrads, einer größeren Unsicherheit, weil weniger Informationen verfügbar sind, einer geringeren Liquidität oder einer größeren Empfindlichkeit gegenüber Änderungen der Marktbedingungen (soziale, politische und wirtschaftliche Bedingungen) einer überdurchschnittlichen Volatilität unterliegen. Einige Schwellenländer bieten weniger Sicherheit als die meisten internationalen Industrieländer. Aus diesem Grund können Dienstleistungen für Portfoliotransaktionen, Liquidation und Konservierung im Namen von Fonds, die in Schwellenmärkten investiert sind, mit einem höheren Risiko verbunden sein.

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