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Erster ETF mit FNG-Siegel

ETF auf globalen Klimaschutzindex von BNP Paribas Easy erhält das FNG-Siegel

Nachhaltige ETFs haben sich längst etabliert und konnten im laufenden Jahr global einen Anstieg der verwalteten Vermögen um 70% auf 327 Milliarden US Dollar verbuchen. Davon liegen 188 Milliarden US Dollar im europäischen ESG ETF-Markt[1].

Dabei haben börsennotierte Indexfonds, die nachhaltige globale Aktienindizes abbilden mit 49 Milliarden US Dollar den zweitgrößten Anteil. Während bei Standardindizes der MSCI World Index der bekannteste Aktienindex für große und mittelgroße Unternehmen aus 23 entwickelten Märkten ist, finden in der nachhaltigen Variante sogenannte SRI-Indizes[2] von MSCI mit einem relativ strengen Konzept die meiste Beachtung.

Auswahlmethodik bei nachhaltigen Indizes

Das SRI-Indexkonzept von MSCI schließt im ersten Schritt grundsätzlich Unternehmen aus dem Investmentuniversum aus, die in den umstrittenen Geschäftsfeldern Alkohol, Glücksspiel, Tabak, Rüstung, Feuerwaffen, Pornographie, gentechnisch veränderte Organismen und Kernenergie aktiv sind. Im zweiten Schritt werden nach einem Best-in-Class Ansatz alle Gesellschaften ergänzt, die hinsichtlich ihres ESG-Ratings (mindestens „BB“ auf einer siebenstufigen Skala zwischen „AAA“ und „CCC“), ihrer Sektorzugehörigkeit und Unternehmensgröße geeignet sind. Somit sollen materielle ESG-Risiken reduziert und Chancen identifiziert werden.

Das ESG-Rating fokussiert sich auf die Identifikation und Bewertung der Chancen und Risiken eines Unternehmens, die für den Geschäftserfolg von wesentlicher, also materieller Relevanz sind. Daher hat MSCI für jede der 171 beobachteten Industrien eigene Themenkataloge entwickelt. Erfahrungsgemäß sind lediglich drei bis sieben Themen in einer Branche tatsächlich von materieller Bedeutung. Diese werden sehr tiefgehend analysiert, um im Anschluss zu bestimmen, mit welchem Gewicht diese in das ESG-Rating einfließen. Hierzu werden die potenziellen Auswirkungen des Themas auf Umwelt und Gesellschaft sowie die zeitliche Relevanz des Themas analysiert. Wichtig dabei ist: Nachhaltigkeitsthemen und Trends ändern sich. Daher werden die Themenkataloge mindestens einmal pro Jahr auf ihre Gültigkeit überprüft.

Schließlich gelten Mindeststandards hinsichtlich der vom Kontroversen-Research vergebenen Punktzahlen bei der Analyse und Überwachung von Kontroversen wie Verstöße gegen internationale Normen von United Nations und relevanten Nichtregierungsorganisationen. Ziel ist die Minimierung von Reputationsrisiken. Themen sind dabei Umwelt, Menschenrechte, Arbeitnehmerrechte, Lieferketten sowie die Unternehmensführung.

Fossile Brennstoffe stehen in der Klimadebatte am Pranger

BNP Paribas Asset Management bildet eine Indexvariante mit einer Gewichtungsobergrenze i.H. von 5% pro Titel ab, um eine Konzentration des Indexportfolios zugunsten von Aktien mit der höchsten Marktkapitalisierung zu vermeiden. Der Zusatz „S-Series“ steht für strengere Umsatzgrenzen bei Ausschlüssen von Unternehmen, deren Tätigkeit unmittelbar mit fossilen Brennstoffen in Zusammenhang steht. Dies betrifft sowohl die Suche nach fossilen Energieträgern, deren Gewinnung, Verarbeitung, Transport und Lagerung als auch die Erzeugung von Strom aus solchen Rohstoffen. Für den Sektor Kernenergie (inklusive Uranförderung) gelten deutlich strengere Umsatzhöchstgrenzen.

Der Index wird ab 1. Dezember 2021 die Kriterien einer Paris-Aligned Benchmark (PAB) ergänzend integrieren, einem von der EU Kommission im April 2020 geschaffenen klimafreundlichen Benchmark-Typs, der mit den Zielen des Pariser Abkommens und dem EU-Ziel der CO2-Neutralität korrespondieren und dazu beitragen soll, dem Risiko des Greenwashing zu begegnen. Ziel ist es, den CO2-Fußabdruck im Vergleich zum Anlageuniversum um rund 50% zu reduzieren. Die PAB sieht einen Mechanismus vor, um den CO2-Fußabdruck des Portfolios um mindestens 7% pro Jahr weiter zu reduzieren. Dies steht im Einklang mit der 1,5-Grad-Zeitschiene des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) und entspricht dem EU-Ziel der CO2-Neutralität. MSCI als Indexanbieter ist dafür verantwortlich, den Index an die Anforderungen der PAB anzupassen.

Beurteilung nach EU Offenlegungsverordnung

BNP Paribas Asset Management bildet den MSCI World SRI S-Series PAB 5% Capped Index in einem ETF ab. Durch die dedizierte ESG-Strategie mit Berücksichtigung der Standard-PAIs[3] wird der auf diesem Index basierte ETF ab dem 1. Dezember 2021 gem. Artikel 9 EU Offenlegungsverordnung als besonders nachhaltig klassifiziert, während er bis zur Indexanpassung als Artikel 8-Produkt lief.

Erster ETF mit FNG-Siegel

Der BNP Paribas Easy MSCI World SRI PAB S-Series 5% Capped UCITS ETF ist am 25. November 2021 als erster ETF in Deutschland mit dem FNG-Siegel ausgezeichnet worden. Das FNG-Siegel ist der Qualitätsstandard für nachhaltige Investmentfonds im deutschsprachigen Raum. Die ganzheitliche Methodik des FNG-Siegels basiert auf einem Mindeststandard. Dazu zählen Transparenzkriterien und die Berücksichtigung von Arbeits- & Menschenrechten, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung wie sie im weltweit anerkannten UN Global Compact zusammengefasst sind. Auch müssen alle Unternehmen des jeweiligen Fonds explizit auf Nachhaltigkeits-Kriterien hin analysiert werden und das Produkt eine explizite Nachhaltigkeits-Strategie vorweisen. Investitionen in Atomkraft, Kohle- und Uranbergbau, bedeutsame Kohleverstromung, Fracking, Ölsande sowie Waffen und Rüstung sind tabu. Darüber hinaus spielen Elemente wie Reporting, Kontroversen Monitoring, die Einbindung von Stakeholdern und die Fondsgesellschaft als solche eine wichtige Rolle.[4]

Diversifizierte globale Sektorallokation

Während der MSCI World Index mit 1.561 Indexmitgliedern aus 23 entwickelten Märkten ein repräsentatives Abbild des globalen Aktienmarktes darstellt, wählt der entsprechende SRI PAB-Index 343 Large und Mid Cap-Titel aus diesem Universum gemäß den beschriebenen Regeln aus. Der nachhaltige Index bietet ein gutes Umfeld für neue Technologien, den Finanzsektor, den Gesundheits- und Pharmasektor sowie den Konsumbereich. deutlich.

BNP Paribas Easy ETFs mit FNG-Siegel

AKTIEN : SOCIALLY RESPONSIBLE INVESTMENT (SRI)ISIN 1Handels-währung 2EU Offen-legungs-verordnungOCR 4Assets (Mio. €) per
30.112021
BNP Paribas Easy MSCI Europe SRI S-Series PAB 5% Capped UCITS ETFLU1753045332EUR90.25%1,615
BNP Paribas Easy MSCI EMU SRI S-Series PAB 5% Capped UCITS ETFLU1953137681EUR90.25%404
BNP Paribas Easy MSCI USA SRI S-Series PAB 5% Capped UCITS ETFLU1659681586EUR90.25%496
BNP Paribas Easy MSCI Japan SRI S-Series PAB 5% Capped UCITS ETFLU1753045845EUR90.25%1,169
BNP Paribas Easy MSCI China Select SRI S-Series 10% Capped UCITS ETFLU2314312922USD80.30%159
BNP Paribas Easy MSCI World SRI S-Series PAB 5% Capped UCITS ETFLU1615092217EUR90.25%966
UNTERNEHMENSANLEIHEN
BNP Paribas Easy Euro Corp Bond SRI Fossil Free UCITS ETFLU1859444769EUR80.20%1,385
BNP Paribas Easy Euro Corp Bond SRI Fossil Free 1-3Y UCITS ETFLU2008760592EUR80.20%746
BNP Paribas Easy Euro Corp Bond SRI Fossil Free 3-5Y UCITS ETFLU2008761053EUR80.20%531
BNP Paribas Easy Euro High Yield SRI Fossil Free UCITS ETFLU2244386137EUR80.25%197

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[1] Quelle: ETFGI, Stand: 30.9.2021

[2] SRI steht für „Socially Responsible Investment“, also gesellschaftlich verantwortliche Kapitalanlagen. Der europäische Branchenverband Eurosif hat den Begriff inhaltlich auf „Sustainable and Responsible Investment“ erweitert.

[3] PAIs: Principle Adverse Impacts

[4] Quelle: www.fng-siegel.org


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Anlagen in den Fonds unterliegen Marktschwankungen und den mit Anlagen in Wertpapieren verbundenen Risiken. Der Wert von Anlagen und der damit erwirtschaftete Ertrag können sowohl fallen als auch steigen, und es ist möglich, dass die Anleger ihre anfänglichen Kosten nicht zurückerhalten. Die beschriebenen Fonds bergen ein Kapitalverlustrisiko. Eine ausführlichere Definition und Beschreibung der Risiken entnehmen Sie bitte dem Prospekt und den KIID der Fonds. Vor der Zeichnung sollten Sie die neueste Fassung des Verkaufsprospekts und der KIID lesen, die kostenlos auf unserer Website am.com verfügbar sind.

Risiko der Berücksichtigung der ESG-Kriterien: Das Fehlen gemeinsamer oder harmonisierter Definitionen und Kennzeichnungen für ESG- und Nachhaltigkeitskriterien auf europäischer Ebene kann zu unterschiedlichen Ansätzen der Verwaltungsgesellschaften bei der Festlegung der ESG-Ziele führen. Dies bedeutet auch, dass es schwierig sein kann, Strategien mit ESG- und Nachhaltigkeitskriterien zu vergleichen, da die Auswahl und Gewichtung bestimmter Anlagen auf Indikatoren basieren kann, die denselben Namen haben, aber unterschiedliche Bedeutungen haben. Bei der Bewertung eines Wertpapiers auf der Grundlage von ESG- und Nachhaltigkeitskriterien kann die Verwaltungsgesellschaft auch Datenquellen verwenden, die von externen ESG-Research-Anbietern zur Verfügung gestellt werden. Angesichts der sich verändernden Natur der ESG können diese Datenquellen derzeit unvollständig, unrichtig oder nicht verfügbar sein. Die Anwendung verantwortungsvoller Wohlverhaltensnormen sowie ESG- und Nachhaltigkeitskriterien im Anlageprozess kann dazu führen, dass Wertpapiere bestimmter Emittenten ausgeschlossen werden. Infolgedessen kann die Performance des Fonds manchmal besser oder schlechter sein als die von Fonds mit einer ähnlichen Strategie.

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